Appenzeller Barth.

Appenzeller Barthuhn



Das «Bartli», eine alte Schweizerrasse

Der Name sagt es: Das Appenzeller Barthuhn hat seine Heimat in den beiden Appenzeller Kantonen. Angenommen wird, dass die Rasse gezielt auf schweizerische Klimaverhältnisse aus den «Polveraras» und verschiedenen einheimischen Landrassen gezüchtet wurde. Das Polverara-Huhn ist ein aus Russland stammendes Barthauben-Huhn, das im vorletzten Jahrhundert in Oberitalien bereits stark verbreitet war und von dort aus die Hühnerzucht im Alpenraum beeinflusste.

Auf unserem Betrieb halten und züchten wir das Appenzeller Barthuhn im anerkannten Farbschlag «schwarz».

Um die Zeit von 1870 war das Barthuhn  - trotz seiner herausragenden Haltungseigenschaften  -  erstmals vom Aussterben bedroht. Nur dank der damaligen Initiative von Markus Züst aus Wolfhalden (Appenzell Ausserrhoden) konnte der ursprüngliche schwarze Farbschlag bis in die heutige Zeit gerettet werden. Inzwischen verschwunden war der rebhuhnfarbige Farbschlag.

1963 kreuzte der Urenkel von Markus Züst rebhuhnfarbige Italienerhennen mit dem schwarzen Bartli-Hahn ein und verhalf somit diesem Farbschlag zur Wiedergeburt. Seit 1985 stehen althergebrachte Rebhuhnfarbige, die wegen des geringen Bestandes mit erheblichen Inzuchtproblemen zu kämpfen haben, unter der besonderen Obhut der Organisation ‚Pro Specie Rara’. In der Zwischenzeit entstand ein zusätzlicher blauer Farbschlag durch die Einkreuzung mit Andalusiern.

Das Appenzeller Barthuhn ist eine sehr frohwüchsige, robuste, widerstandsfähige und langlebige Rasse, der auch in kalten Wintern Auslauf gewährt werden kann. Überhaupt schätzt das Barthuhn während dem ganzen Jahr die freie Futtersuche. Von Vorteil ist dabei  -  im Gegensatz zu vielen andren Rassen  -  dass der kurze Rosenkamm und die durch die Bartfedern geschützten Kehl- und Ohrlappen der Kälte in hohem Mass zu trotzen vermögen.

Auch die Legeleistung, mit rund 160 Eiern pro Jahr, darf sich durchaus sehen lassen. Allerdings ist der Bruttrieb der Bartli nicht sehr ausgeprägt. Während die Hähne ein Gewicht von bis zu 2,5 Kilogramm erreichen, liegt dieses bei Hennen bei etwa 1,6 bis 1,8 Kilogramm.

Insgesamt ist das Bartli ein leichtes Huhn mit recht viel Temperament. Auffallend ist die nahezu rechteckige Form des Körpers, begünstigt durch die starke Brustwölbung bei der Henne. Das Henne und der Hahn sind von Kopf bis Fuss stark befiedert, dabei sticht der den Namen gebende Kinn- und Backenbart besonders in Auge.

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